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Rettungshund - Spezial: Lawinensuchhund Merlin aus der Naturavetal - Familie stellt sich vor

Wir haben schon immer mit Begeisterung verfolgt, wie Hunde das Leben ihrer Besitzer bereichern können und auch, welche Aufgaben und Beschäftigungen einen Hund aufblühen lassen können.

Der Hund ist nicht nur ein Familienmitglied, sondern auch jemand, der den Menschen ausgezeichnet bei seiner Arbeit unterstützen kann. Ob als Therapie- oder Rettungshund, Hunde können in diversen Arbeitsbereichen eingesetzt werden und hier voller Begeisterung hervorragende Arbeit leisten.

Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Kraft werden dabei entscheidend durch die Fütterung beeinflusst, denn nur ein gesunder Hund ist in der Lage, sein volles Potenzial auszuschöpfen. 

Jeder Hundeliebhaber hat schon von ihnen gehört – speziell ausgebildete Rettungshunde, die ihre Besitzer bei Rettungsaktionen unterstützen. Doch wie muss man sich das eigentlich vorstellen, wenn ein Bergrettungshund zum Einsatz kommt? Was zeichnet einen guten Rettungshund aus und über welche besonderen Qualitäten muss er verfügen?

In diesem Beitrag berichtet Merlin, der 7-jährige Bergrettungshund-Profi aus Österreich und grosser Naturavetal-Fan, über seinen Werdegang, mit tollen Einblicken in seinen Alltag mit seiner wundervollen Familie.

Hallo meine lieben Freunde und ihre Felllosen,

ich möchte mich kurz bei euch vorstellen: ich bin Merlin, ein Original Goldendoodle aus Bayern und bin gerade am 22.02.2022 sieben Jahre geworden. Meine Familie und ich wohnen in Gmunden und dort bin ich bei der Bergrettung.

Ja, richtig gelesen, ich bin ein Bergrettungshund. Ihr fragt euch jetzt bestimmt wie man das wird und was meine Aufgaben sind? Mein Herrli und ich haben uns dafür entschieden die Ausbildung zum Stöber- und Lawinensuchhund zu machen. Damit ihr einen guten Einblick bekommt erzähle ich euch von einem Einsatz:

Merlin – ein Bergrettungshund im Einsatz

Also mein Herrli hat da so ein rechteckiges Ding, die Menschen nennen es Handy, und manchmal, wenn es ein Geräusch macht, dann wird es bei uns zuhause ganz hektisch, alle schreien mir, dass ich sofort kommen muss. Meine Familie sagt mir dann, dass jemand die Bergrettung angerufen hat und meine Hilfe braucht. Mein Herrli zieht sich um, er zieht mein Lieblingsoutfit an, ich bekomm mein Halsband von der Bergrettung um und dann laufen wir zum Auto und geben Gas.

Entweder fahren wir direkt zum Einsatzort, aber noch viel cooler ist, wenn wir mit dem Hubschrauber an einem ausgemachten Ort abgeholt werden. Ihr müsst wissen, ich liebe Hubschrauber fliegen. Wenn wir auf der Lawine sind, dann sagt uns Lorenz, das ist der Boss von mir und meinen Freunden, meinem Herrli und mir, wo wir suchen sollen. Ich warte bis mir mein Herrli das gelbe Suchgeschirr umhängt und dann heisst es volle Konzentration für mich, alles ausblenden, und nur auf mein Herrli hören. Er sagt mir dann mit Handzeichen, in welche Richtung ich laufen soll. Ich muss mich dabei sehr konzentrieren, denn sobald ich einen Geruch aufgeschnappt habe, verfolge ich ihn. Wenn ich dann ganz nahe an dem Geruch bin, dann fange ich laut zu bellen an. Dass ist sehr wichtig, weil dadurch zeige ich meinem Herrli, dass ich jemanden gefunden habe und dass er genau hierherkommen muss. Mein Herrli kann dann mit einem sehr langen Stecken, er nennt es Sonde, in den Schnee stechen und weiss, ob ich Recht gehabt habe oder nicht. Wenn ja, dann kommen auf einmal ganz viele von meinen menschlichen Kollegen und fangen an zu graben. Leider darf ich da nicht mitmachen, obwohl ich sagen muss, dass ich echt richtig gut graben kann. Ich halte ca. 15 Minuten durch, dann brauch ich eine Pause, dann kann ich aber noch zwei Mal suchen.

Danach bin ich fix und foxi und freu mich total auf eine Stärkung zuhause, die mir meine zwei Felllosen Fraulis immer sofort zubereiten, meistens bekomme ich sogar noch ein Ei, das ist nämlich meine Lieblingsspeise. Wichtig ist, dass ich ein energiereiches Futter bekomme, da ich sehr viel Kraft beim Einsatz aber auch im Training brauche.

Zusätzlich kann ich ausserdem noch im Wald, Wiesen und im Gebirge im Sommer suchen, dass nennt der Boss stöbern, aber im Schnee habe ich mehr Freude.

Lawinensuchhund in Ausbildung - Merlins Werdegang

Nachdem ihr jetzt wisst, wie es so abläuft, will ich euch noch erklären wie ich Bergrettungshund geworden bin.

Meine Familie hat mich mit acht Wochen abgeholt, ich wusste sofort, dass es die beste Familie der Welt ist, und sie sagten dasselbe von mir. Die ersten drei Monate bei meiner Familie waren sehr schön, ich habe eine grosse Schwester, ein Husky, und einen sehr grossen Garten, in dem ich mit meinen felllosen Geschwistern herumgetollt bin. Als ich ca. vier Monate alt war lernte ich Lorenz kennen und da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gebellt habe, hat mich meine Familie an einen Baum im Garten angeleint und Blödsinn vor mir gemacht, bis ich so übermütig war, dass ich gebellt habe. Immer wenn ich gebellt habe, habe ich ein Leckerli bekommen. Als ich dann gut bellen konnte und ca. sechs Monate alt war fuhr mein Herrli und ich das erste Mal zu einem Training. Dort lernte ich alle meine jetzigen Freunde kennen.

Ab diesem Zeitpunkt trainierten wir und trainieren wir noch immer in der grossen Gruppe sechs Mal zwei bis vier Tage am Stück im Jahr, zwischendurch, also alle zwei Wochen trainieren wir in einer kleineren Gruppe. Mein Herrli hatte mir extra eine Beisswurst gekauft. Mit dieser darf ich aber nicht einfach so spielen, sondern ich musste sie mir verdienen.

Ein Figurant, ein Kollege von Herrli, versteckt sich mit ihr. Wenn ich ihn gefunden habe, muss ich bellen, und erst dann fängt er mit mir zum Spielen an. Ich sag´s euch, die Anstrengung lohnt sich jedes Mal, das Spielen ist nämlich soo lustig. Nach so einem Suchvorgang mache ich eine Pause und einer meiner Freunde ist mit seinem Herrli zum Üben dran. Manchmal versteckt sich dann mein Herrli und ist für einen meiner Freunde der Figurant.

Bergrettungshund - Welche Voraussetzungen sollten Hund und Halter erfüllen

Als Lawinensuchhund, sagt mein Herrli und sein Boss, sollte man eine lange spitze Nase haben, damit man die Gerüche besonders gut aufnehmen und verfolgen kann. Die Ausbildung sollte optimaler Weise mit sechs Monaten, wie es bei mir war, angefangen werden, mit ca. zehn Jahre werde ich in Pension gehen, bis dorthin darf ich also noch viel Arbeiten. Mein Herrli hat auch eine Ausbildung benötigt, er ist ausgebildeter Bergretter. Aber ich muss sagen, er hat mit seinen zwei Skier keine Chance gegen meine vier Pfoten, er hat noch nie gegen mich gewonnen, obwohl er sehr schnell ist.

Wie ihr lesen könnt, ist mein Leben ein echtes Hundeparadies und ich liebe meine Aufgabe.

Euer Merlin

Unser Expertenteam hilft Ihnen bei all Ihren Fragen gerne persönlich weiter. Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 10.00 bis 15.30 Uhr und freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr unter der Telefonnummer +41 71 523 00 40 oder per E-Mail: info@naturavetal.ch.

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